Kulturwandel in 5 Kapiteln

2021 ist ein Jahr, in dem Herzensprojekte umgesetzt werden! Dazu gehört das Buch zur Blogparade „Kulturwandel im Gesundheitswesen“. Hier vorab – als Rückblick und gleichzeitig kleiner Ausblick – das Vorwort des Buches.

Culture eats strategy for breakfast?
„Culture is everything. Eats everything else for all the meals, even the snacks I sneak when my wife isn’t looking.“
(@CoachRobEidson)

Was Unternehmenskultur ist, ob und wie diese gestaltbar ist – darüber bestehen vielerlei Auffassungen. Niemand würde jedoch abstreiten, dass kulturelle Einflüsse eine soziale Organisation prägen. Denn Organisationen sind lebendige Systeme, bestehend aus Menschen, ihren Erwartungen und ihren Handlungen – und insbesondere bestehend aus dem, was zwischen diesen Menschen geschieht. Wie gehen diese Menschen miteinander um? Wie arbeiten sie zusammen? Welches Menschenbild wird gelebt (parallel zum oftmals vorformulierten Leitbild)? Und wie lassen sich Veränderungen gelingend angehen? Diese Fragen gewinnen zunehmend an Bedeutung – gerade auch im Gesundheitswesen, einer Branche, die vor gewaltigen Herausforderungen steht.

Doch nicht eine Branche kann Herausforderungen meistern, sondern nur die Menschen, die in dieser Branche arbeiten. Es sind Menschen, für die Sinnhaftigkeit keine Phrase ist, und die mit großer Professionalität und Leidenschaft für ihre Mitmenschen da sind. Doch sie werden auch täglich mit großen Kontrasten konfrontiert, die es auszuhalten gilt und im Spannungsfeld derer die Sinnhaftigkeit ihres Tuns immer wieder neu verteidigt werden muss.

Das gleiche gilt für den menschlichen Faktor innerhalb des Unternehmens, der gegenüber der zunehmenden Prozess- und Ergebnisorientierung noch immer ein Schattendasein zu führen scheint. Nicht erst die Corona-Pandemie machte deutlich, welch gewichtigen Stellenwert das „Miteinander“ in Gesundheitsorganisationen hat. Und doch wurde im Laufe dieser Monate vieles sichtbarer. Eben nicht nur die Systemrelevanz im Äußeren, sondern auch die Strukturrelevanz im Inneren: Wie sind wir aufgestellt? Wie schnell können wir uns anpassen? Welche unentdeckten Potenziale schlummern in uns? Wer trifft welche Entscheidungen und wie werden diese kommuniziert? Kurz: Arbeiten wir eigentlich gegen-, mit- oder füreinander?

Die Blogparade zum Kulturwandel im Gesundheitswesen startete genau in dieser bewegten Zeit. In ihr spiegeln sich die persönlichen Wahrnehmungen der Autoren wider. Ganz bewusst erfolgte der Aufruf, sich an der Blogparade zu beteiligen, absolut barrierefrei: Es gab keine Vorgaben, keine Einschränkungen. Jeder war herzlich eingeladen, seine Sicht auf die uns verbindende Branche darzulegen. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kann es gelingen, das Gesundheitswesen auf wohlwollende und menschenzentrierte Weise weiterzuentwickeln?

Entstanden ist ein vielschichtiger Blick auf unsere Branche – zusammengetragen in einem Buch. Fünf Kapitel zeigen die inhaltlichen Schwerpunkte auf.

  • In Kapitel I wird deutlich: Werte machen Unternehmen wertvoll. Es gilt diese zu entdecken, zu leben und darüber zu sprechen – auf integrierende Weise.
  • Kapitel II beschäftigt sich mit dem Thema, wie sich unsere kollegialen Beziehungen verändern: Zentrale Begriffe sind Augenhöhe und Vernetzung statt Status- und Silodenken.
  • Welche Rolle mutiges, freies Denken und der Blick in andere Bereiche in Zeiten des Wandels spielen, verdeutlicht Kapitel III.
  • Kapitel IV wirft einen ganzheitlichen Blick auf das Thema – ausgehend von der Überzeugung, dass Kulturentwicklung die Beschäftigung mit Struktur- und Führungsfragen voraussetzt.
  • Daran anknüpfend, zeigt Kapitel V Wege in Richtung des agilen Arbeitens auf.

Die Blogparade veranschaulicht, was sich entwickeln kann, wenn Menschen offen und hierarchiefrei zusammenkommen: Aus verschiedenen Blickwinkeln und Erfahrungshintergründen bildet sich ein großes Ganzes sowie ein Netzwerk wertvoller, menschlicher Verbindungen. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Multiperspektivität zukünftig mehr und mehr brauchen werden, um neue Wege gemeinsam auszuloten.

An dieser Stelle möchte ich all jenen danken, die die Blogparade zu dem gemacht haben, was sie ist. Es macht mich stolz, dass ich den Raum bieten durfte für so viel Ideenreichtum, Inspiration, Mut, Zuversicht und Lernfreude. Gemeinsam haben wir auf uns selbst und über den Tellerrand geblickt – vor allem aber nach vorn. In eine Zukunft, die gestaltbar ist.

Ich freue mich sehr auf den weiteren Austausch.
Gerne informiere ich Dich, sobald unser Buch erschienen ist. Schreib mir einfach an mail@zukunftsherz.de.

Herzlichen Dank!

Bildquelle: Hush Naidoo on Unsplash

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