Digitale Landkarte für Gesundheitseinrichtungen

Etablierte Unternehmen stehen in Zeiten der Digitalisierung ganz anderen Herausforderungen gegenüber als diejenigen, die als „digital natives“ die Märkte aufmischen. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat mittels einer globalen Untersuchung einen strukturierten Ansatz für Unternehmen aufgezeigt, die bereits langjährig im Markt agieren und die Herausforderung des Wandels annehmen. Die für sie entscheidende Frage lautet: An welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um im digitalen Zeitalter mitzuhalten?

Ausgehend von den in der Studie gewonnenen branchenübergreifenden Erkenntnissen habe ich den Entwurf einer „digitalen Landkarte“ für Gesundheitseinrichtungen erarbeitet, die sich beispielsweise in Krankenhäusern anwenden und individuell adaptieren lässt.

Auch das Gesundheitswesen ist geprägt von langjährig gewachsenen Strukturen. Doch auch hier stehen Prozesse mehr und mehr auf dem Prüfstand. Technische Lösungen und neue kommunikative Möglichkeiten ergänzen oder ersetzen herkömmliche Abläufe. Zahlreiche Daten werden erhoben, zusammengeführt und vernetzt. So erhöht sich ständig das Wissen – aber auch die Komplexität des Umfelds, in dem sich Gesundheitseinrichtungen bewegen.

Die digitale Landkarte kann dabei helfen, die jeweils relevanten Handlungsfelder aufzuzeigen und zu priorisieren. So ist es sinnvoll zu fragen: Warum entwickeln wir uns weiter bzw. was soll sich konkret verbessern (digitale Zielrichtungen) und welches Handwerkszeug brauchen wir, um diese Richtung einschlagen zu können (digitale Fähigkeiten)? Hierbei lassen sich Maßnahmen, die die Technik (Prozesse, Schnittstellen) in den Fokus rücken, von denen unterscheiden, die eher auf den Menschen (Patienten bzw. Mitarbeiter) ausgerichtet sind.

Die Einbeziehung all dieser Komponenten unterstützt dabei, eine gemeinsame Vision zu entwickeln und diese nach innen zu kommunizieren. Veränderungen brauchen Mut und Vertrauen. Die Art und Weise, wie Unternehmen Veränderungsprozesse ausgestalten, wird nicht nur die Leistungsangebote, sondern auch das kollegiale Miteinander entscheidend prägen.

All dies ist eine große Chance – wenn sie richtig genutzt wird.

 

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